Mammographie

Unser Bereich Mammadiagnostik zur Brustkrebsvorsorge ist seit  dem Jahr 2006 zertifiziert (Deutsche Krebsgesellschaft e.V. OnkoZert, Deutsche Gesellschaft für Senologie, ISO 9001:2000).

Mammadiagnostik

Brustuntersuchungen führen schwerpunktmäßig Frau Dr. Wersebe und Frau Dr. Baur durch, die dafür speziell qualifizierte Ärztinnen sind. Frau Dr. Wersebe nimmt auch am sogenannten staatlichen Mammographie-Screening Programm teil.

Was ist der Unterschied zwischen Mammographie und Screening?

Das Screening ist eine mammographische Reihenuntersuchung aller Frauen zwischen 50 und 70 Jahren in Abständen von zwei Jahren. Die Mammographie erfolgt in speziellen Zentren ohne Arztgespräch. Sie werden schriftlich über das jeweilige Ergebnis der Mammographie und über eventuell notwendige Zusatzuntersuchungen informiert.

Bei uns wird das Resultat der Mammographie direkt mit Ihnen besprochen. In aller Regel führen wir zur Erhöhung der diagnostischen Sicherheit eine ergänzende Ultraschalluntersuchung durch, bei der wir ein besonderes Augenmerk auf die mammographisch dichten Gewebeareale richten. Unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Situation (z.B.: Röntgendichte Ihrer Brust, vorausgegangene Brustkrebserkrankungen in Ihrer Familie) beraten wir Sie individuell über eventuell notwendige Zusatzuntersuchungen oder weitere Kontrolluntersuchungen.

Mammographie

Mammographie ist die Röntgenuntersuchung der weiblichen (und selten auch der männlichen) Brust. In der Regel werden zwei Röntgenaufnahmen pro Brust angefertigt. Eine leichte Kompression der Brust verbessert die Bildqualität und reduziert die notwendige Strahlendosis. Falls möglich, sollte die Mammographie in der ersten Zyklushälfte durchgeführt werden. Die Mammographie-Aufnahmen werden im Anschluss an die Untersuchung mit Ihnen besprochen.

Die Mammographie dient der Früherkennung des Brustkrebses und der Abklärung von unklaren Befunden (z.B. von Tastbefunden) in der Brust. Die Deutsche Gesellschaft für Senologie empfiehlt bei Frauen über 40 Jahren regelmäßige Vorsorge-Mammographien in Abständen von zwei Jahren. Die Mammographie ermöglicht die Erkennung von kleinen, noch nicht tastbaren Tumoren und Tumorvorstufen. Die Aussagekraft der Mammographie ist jedoch stark abhängig von der - individuell verschiedenen - Gewebezusammensetzung der Brust. Bei Frauen mit einem hohen Drüsen- und Bindegewebeanteil innerhalb der Brust („röntgendichte Brust“) können daher zusätzliche Untersuchungsverfahren wie Ultraschall oder MR-Mammographie sinnvoll sein.

Mammasonographie (Brustultraschall)

Bei der Mammasonographie wird die Brust von einem Hochfrequenzschallkopf schonend abgetastet. Dabei werden nach Reflexion der Schallwellen durch das Brustgewebe Bilder vom Körperinneren erzeugt. Die Auswertung erfolgt während der Untersuchung am Bildschirm. Die Sonographie hat keine Nebenwirkungen und kann bei Bedarf auch in kürzeren Zeitabständen wiederholt werden.

 Bei jungen Frauen wird die Mammasonographie bei unklaren Befunden (z.B. Tastbefund, Schmerzen in der Brust) oft als primäres Untersuchungsverfahren eingesetzt. Darüberhinaus kann die Mammasonographie in Ergänzung zur Mammographie bei mammographisch dichten Gewebearealen entscheidende Zusatzinformationen liefern.

MR-Mammographie (MRT der Brust)

MR-Mammographie (MR = Magnetresonanz) ist die kontrastmittelgestützte Kernspintomogroaphie-Untersuchung der Brust. Dabei wird das Brustdrüsengewebe hinsichtlich des Kontrastmittelaufnahmeverhaltens beurteilt. Die Untersuchung erfolgt in Bauchlage und dauert etwa 20 Minuten. Nach Möglichkeit sollte die Untersuchung in der  2. Zykluswoche durchgeführt werden. Im Rahmen der Untersuchung werden ca. 1000 Aufnahmen erzeugt, die mittels einer speziellen Computersoftware nachbearbeitet und individuell ausgewertet werden.

Die MR-Mammographie ist ein hochempfindliches und gut reproduzierbares Untersuchungserfahren, welches oft eingesetzt wird, wenn mittels Mammographie und Sonographie keine endgültige Klärung des Befundes möglich ist. Es ist das Verfahren, mit dem mit der höchsten Empfindlichkeit Brustkrebs und seine Vorstufen nachgewiessen werden können. Daher wird es bei Frauen, die ein erhöhtes Risiko haben an Brustkrebs zu erkranken (BRCA I und II –Gen Trägerinnen) als primäres Suchverfahren eingestzt.

Darüberhinaus wird die MR-Mammographie nach Brustkrebsoperationen zur Differenzierung zwischen Narbe und Rezidivtumor sowie zur Beurteilung von Prothesen verwendet.

Kosten

Privatkassen
Die privaten Kassen übernehmen in aller Regel die kompletten Kosten für alle der oben aufgeführten Verfahren.

Gesetzliche Krankenversicherung
die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten für Mammographie und Sonographie, falls Beschwerden in der Brust bestehen, ein Tastbefund vorliegt oder ein erhöhtes familiäres Brustkrebsrisiko besteht.

Die Kosten für die MR-Mammographie werden derzeit von den gesetzlichen Kassen routinemäßig gemäß EBM nur bei zwei  Fragestellungen (Rezidivausschluß nach brusterhaltender Therapie eines Mammakarzinoms, Primärtumorsuche bei axillären Lymphknotenmetastasen) übernommen.

Sollten Sie eine Untersuchung wünschen, welche von ihrer Krankenkasse derzeit nicht erstattet wird, muss die Untersuchung als Selbstzahlerleistung gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden. In einigen Fällen ist aber eine Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse nach vorheriger Antragstellung möglich.

Geräteausstattung

Mammographie:
Siemens Mammomat Inspiration, digitale Vollfeldmammographie

Mammasonographie:
Philips IU22, xMatrix Ultraschallsystem, 13MHz, Tissue Harmonic  Imaging, Elastographie, Panorama-Imaging

MR-Mammographie:
1,5 T Siemens Magnetom Aera, neueste Mamma-Doppelspule, multiphasische VIBE-Sequenzen, Spezialsequenz SiliconSTIR